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Kündigungen durch schlechtes Onboarding – ein unterschätztes Risiko für Unternehmen


Die meisten Kündigungen passieren nicht nach Jahren, sondern in den ersten Wochen.Nicht wegen des Gehalts. Nicht wegen der Aufgaben.Sondern wegen eines schlechten Starts.

Onboarding ist einer der entscheidendsten, aber gleichzeitig am meisten unterschätzten Faktoren für Mitarbeiterbindung. Unternehmen investieren viel in Recruiting – verlieren neue Mitarbeiter aber oft wieder, bevor diese überhaupt produktiv werden.

Die Realität: Kündigungen beginnen am ersten Arbeitstag

Studien zeigen:

  • Ein erheblicher Teil der Kündigungen erfolgt innerhalb der ersten 90 Tage

  • Viele neue Mitarbeiter entscheiden bereits in der ersten Woche, ob sie bleiben wollen

  • Schlechte Einarbeitung ist einer der häufigsten Kündigungsgründe in der Probezeit

Was dabei häufig übersehen wird:Die Kündigung ist nicht der Anfang des Problems – sie ist das Ergebnis.

Was schlechtes Onboarding konkret bedeutet

Schlechtes Onboarding ist selten „gar kein Onboarding“.Meist sieht es so aus:

  • Keine klare Struktur für die ersten Tage

  • Fehlende Informationen zu Prozessen, Tools und Erwartungen

  • Abhängigkeit von einzelnen Kollegen

  • Überforderung bei gleichzeitiger Unterforderung

  • Kaum Feedback oder Orientierung

Für neue Mitarbeiter entsteht dadurch ein Gefühl von:

  • Unsicherheit

  • Isolation

  • Fehlerangst

  • Frustration

Und genau dieses Gefühl führt dazu, dass sich Menschen innerlich verabschieden – oft lange bevor sie offiziell kündigen.

Die psychologische Seite: Warum Mitarbeiter früh gehen

Der erste Eindruck zählt – auch im Arbeitsleben.In den ersten Wochen stellt sich jeder neue Mitarbeiter unbewusst drei Fragen:

  1. Gehöre ich hierher?

  2. Bin ich hier erfolgreich?

  3. Hat sich meine Entscheidung gelohnt?

Schlechtes Onboarding liefert auf alle drei Fragen die falschen Antworten.

Statt Sicherheit entsteht Chaos.Statt Klarheit entsteht Abhängigkeit.Statt Motivation entsteht Zweifel.

Die Folge: Mitarbeiter beginnen sich umzusehen – manchmal schon, bevor sie ihre E-Mail-Signatur richtig eingerichtet haben.

Die wirtschaftlichen Folgen von Kündigungen in der Probezeit

Eine Kündigung in den ersten Monaten ist besonders teuer:

  • Recruiting-Kosten waren bereits angefallen

  • Einarbeitungszeit wurde investiert

  • Andere Mitarbeiter waren gebunden

  • Produktivität wurde verzögert

  • Teamdynamik wurde gestört

Ein früher Abgang kostet nicht nur Geld, sondern auch:

  • Zeit

  • Energie

  • Vertrauen in Prozesse

  • Arbeitgeberattraktivität

Je häufiger das passiert, desto größer wird das strukturelle Problem.

Gutes Onboarding ist kein „Nice-to-have“

Ein strukturiertes Onboarding sorgt dafür, dass neue Mitarbeiter:

  • schneller produktiv werden

  • weniger Fehler machen

  • sich sicherer fühlen

  • emotional an das Unternehmen binden

  • länger bleiben

Unternehmen mit professionellen Onboarding-Prozessen verzeichnen:

  • niedrigere Fluktuation

  • höhere Mitarbeiterzufriedenheit

  • bessere Performance

  • stabilere Teams

Kurz gesagt:Gutes Onboarding zahlt sich aus – menschlich und wirtschaftlich.


Der Schlüssel: Struktur vor dem ersten Arbeitstag

Ein entscheidender Hebel liegt vor dem ersten Arbeitstag:

  • Klare Erwartungshaltung

  • Standardisierte Inhalte

  • Einheitliche Wissensvermittlung

  • Unabhängigkeit von einzelnen Kollegen

Digitale Onboarding-Lösungen ermöglichen genau das:Wissen, Prozesse und Kultur strukturiert, nachvollziehbar und skalierbar zu vermitteln – bevor Unsicherheit entsteht.

Fazit: Kündigungen sind oft vermeidbar

Die meisten Kündigungen durch schlechtes Onboarding sind kein Zufall, sondern ein Symptom.Ein Symptom fehlender Struktur, fehlender Klarheit und fehlender Priorisierung.

Wer Kündigungen reduzieren will, sollte nicht erst beim Exit-Gespräch ansetzen –sondern beim ersten Tag.

Oder besser gesagt: davor.

 
 
 

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